Als vertikale Landmarken eines Industriezeitalters, welches seine Leistungsfähigkeit, sein ökonomisches Wachstum aus der Verwertung fossiler Energieträger schöpfte, bestimmten Schornsteine, Essen, Kühltürme über mehr als ein Jahrhundert das Bild unseres urbanen Lebensraumes.

 

Symbolhaft steht die formale Vielfalt dieser Baukörper für eine von Arbeit und vor allem von Arbeitern geprägte Epoche. Zu tausenden brachten sie an jedem Arbeitstag die „Schlote zum Rauchen“.

 

Die Zeit emittierender Fabriken und Produktionsstätten ist im Vergehen, die Schlote verlassen das Landschaftsbild.

 

Neue Parameter, wie ökologisches Bewusstsein, Umstrukturierung der Produktion, neue Technologien und eine voranschreitende Energiewende überholen alte Strukturen und stellen nicht zuletzt auch an Qualifikation und Bedarf von Arbeitskräften neue Anforderungen.

 

Nach dem Ende des Bergbaus im Erzgebirge lebte die bergmännische Ästhetik in der Welt der Spielzeugmacher weiter und wurde damit nicht nur Bestandteil regionaler Folklore, sondern behielt ihren Anteil an Selbstverständnis und Identifikation.

 

Ähnlich sollen auch unsere „SCHLOTE“ ein kleines Stück Erinnerungskultur einer überholten Epoche sein, ein bisschen mehr, als weihnachtliche Accessoires für das häusliche Wohnambiente, als Räucheressen und Luftbefeuchter.

 

Schlote, Schornsteine, Essen und Kühltürme als Accessoires für das Wohnambiente, als Räucheressen und Luftbefeuchter.

Design: Andreas Uhlig, Daniel Böttcher ©2017